Projekttag in der Unterstufe der Höheren Handelsschule

Was ist ein Sin-Obelisk? Wie lese ich einen Text? Wie lerne ich?

Wie lerne ich so, dass ich den Stoff auch behalte? Wie lese ich effizient und wie verstehe ich Texte leichter? Wie arbeite ich erfolgreich im Team?

Diese und andere Fragen standen im Vordergrund des Projekttages. Gleich zu Schuljahresbeginn erarbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler der Eingangsklassen in der Höheren Handelsschule Grundlagen für den erfolgreichen Weg zum Fachabi.

„Zu einem erfolgreichen Start an

der neuen Schule gehört natürlich nicht nur, dass die Schüler die notwendigen Methoden und Arbeitstechniken an die Hand bekommen, sondern auch, dass sie sich gleich zu Beginn gegenseitig kennen lernen“, so Andreas Schraven, Vorsitzender der Bildungsgangkonferenz der Höheren Handelsschule. „Denn gemeinsam arbeitet es sich nicht nur leichter, sondern auch effektiver.“

Dasselbe Prinzip galt für die Konzeption des Projekttages – der nämlich wurde von den Klassenlehrern der fünf Unterstufen (HHU1, HHU2, HHU3, HHU4 und HHU5) gemeinsam geplant und zeitgleich durchgeführt.

Und weil der nötige Teamgeist besonders gut in der Sporthalle aufkommt, lösten sich die Klassen dort gegenseitig ab. „Um möglichst flexibel zu sein, haben wir den Tag in vier Module oder Einheiten aufgeteilt, die von den jeweiligen Klassenlehrern in flexibler Reihenfolge durchgeführt werden“, so Andreas Schraven.

Im ersten Modul stand die Förderung der Teamfähigkeit durch sportliche Aktivität im Vordergrund. In der Sporthalle wurden daher Spiele zum Kennenlernen (z. B. Das schnellste Namensspiel der Welt und die geheime Zahl), Spiele zum Vertrauen (z. B. Ferngesteuert, das Pendel), und Spiele zur Kooperation (z. B. Platzwechsel) durchgeführt.

Im zweiten Modul trainierten die Schülerinnen und Schüler das richtige Lesen und effektive Techniken zur Textbearbeitung. „Ziel der Einheit ist es, den Schülern das nötige Handwerkszeug an die Hand zu geben, um mit Texten in den kommenden zwei Jahren besser zu arbeiten“, erklärt Andreas Schraven. „Dazu gehört sowohl ein Verständnis für Textstrukturen als auch der einfache, aber effektive Einsatz von Textmarkern und Bleistiften beim Lesen für die Markierungen und Randbemerkungen, die den nötigen Überblick schaffen.“

Nicht jeder lernt gleich. Die Schülerinnen und Schüler bestimmten daher im dritten Modul ihren individuellen Lerntyp. Lerntyp Sehen, Hören oder Handeln war hier die Frage. War sie erst einmal beantwortet, erfuhren die Schüler Tipps und Tricks zu Lerntechniken, die speziell auf ihren Lerntyp zugeschnitten sind und ihnen so auf dem Weg zum Fachabi besonders hilfreich sein werden.

Logisches Denken ebenso wie die Frage, wie man in einer Gruppe optimal zusammenarbeitet, waren Schwerpunkte des vierten Moduls. Gemeinsam in einer Gruppe von 5 bis 6 Mitgliedern mussten die Schülerinnen und Schüler herausfinden, wann der Sin-Obelisk im fiktiven Land Atlantis fertig gestellt ist. Dazu erhielt jedes Mitglied einer Gruppe notwendige Informationen. Diese durften jedoch nur mündlich innerhalb der Gruppe weitergegeben werden, so dass Zuhören und Ausredenlassen die Gruppenarbeit bestimmten. Am Ende erfuhren alle nicht nur, wann der Sin- Obelisk fertiggestellt wurde, sondern zugleich auch, welche Strategien sich in der Gruppenarbeit bewährt hatten.

Insgesamt wurde dieser Projekttag von den Schülerinnen und Schülern sowie von den Klassenlehrern sehr positiv bewertet. Während für die einen die „andere“ Art des Unterrichts am besten war, fanden andere das gegenseitige Kennenlernen am Wichtigsten.

(FB, TH 2006-08-29)

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